André Spang

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#BiDiWe16 – Bildung in einer digitalisierten Welt 2016 #My2Cents

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Heute war es nach über einem Jahr wieder soweit: Die SPD Bundestagsfraktion hat zur Veranstaltung Bildung in einer digitalisierten Welt, kurz #BiDiWe16 in den Bundestag nach Berlin eingeladen.

Bei der Fachtagung ging es – und das war einer der wesentlichen Unterschiede zum Vorjahr – um Bildungsfragen entlang der gesamten Bildungskette und im Spannungsfeld der Digitalisierung. Im letzten Jahr bei #biDiWe15 lag der Schwerpunkt auf der schulischen Bildung.

Dieser gesamtgesellschaftliche Aspekt der heute diskutiert wurde, gefällt mir gut und passt auch genau zu meinem neuen Tätigkeitsfeld. Ich denke, dass dies – und so wurde es in den Keynotes, den vielen Workshops und der Plenumsrunde deutlich – auch der richtige Ansatz ist. Die Schule ist zwar als zentraler Start ein bedeutendes Glied in der Bildungskette, schulische Bildung allein kann aber die Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung alleine nicht in den Griff bekommen. Hier geht es um generationenübergreifendes Lernen und ein Wandel der Lernkultur.

Das Gesamtprogramm kann man hier nachlesen. Die Website zur Fachtagung wird – so hat man es angekündigt – aktualisiert und um die entstandenen Materialien und Beiträge ergänzt.

Ich selbst hatte Gelegenheit – nun in anderer Rolle, aber dennoch in Erinnerung und Anknüpfung an meine Lehrertätigkeit dort teilzunehmen und einen Workshop zum Thema „Intelligente & persönliche Lernnetzwerke für generationenübergreifendes Lernen“ anzubieten.

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Klick auf das Bild, um zur Prezi zu gelangen.

Ursprünglich waren für den Workshop Prof. Dr. Christoph Igel (für den Part der intelligenten Lernnetze) vom deutschen Forschungszentrum für KI und ich als gemeinsame Impulsgeber eingeplant. Christoph Igel übernahm jedoch kurzfristig einen anderen Workshop. So blieben mir und René Röspel, MdB, dem Moderator der Session, die ganzen 55 Minuten zusammen mit den Teilnehmern.

In meinem Workshop (zur Wikiseite geht es hier) stellte ich zunächst die Vernetzungsmöglichkeiten von Lernenden und Lehrenden per Twitter vor. Hier ging es um die Entstehung und den Ablauf des Twitterchats #EDchatDE, der nun, drei Jahre nach seiner Gründung am 10.09.2013 immer noch der einzige deutsche Twitterchat für Lehrende ist und heute, am 6.9.2016 mit einem #BackToSchool 2016 die 143. Dienstags-Ausgabe absolviert.

Nächster Punkt in meinem Impulsvortrag war der Account @DGNRW des Referates Digitale Gesellschaft, Medienkompetenz, NRW der Staatskanzlei NRW. Ein kleiner, aber feiner Account, der seit c.a. 2 Jahren besteht und Partizipation dort fördert, wo die Zielgruppe ist: Im Netz! @DGNRW ist dabei nicht etwa ein Account, bei dem es primär um Öffentlichkeitsarbeit geht. Klar wird hier auch über Veranstaltungen oder Aktionen des Ministeriums getwittert. Darüber hinaus geht es auch um Unterstützung von Partnerorganisationen, Diskussionen im Netz, sowie Informationen und Anregungen über Teilhabemöglichkeiten.

Wikis sind für mich selbst ein wichtiges Arbeitstool. Informationen lassen sich dort gut ablegen, gemeinsam bearbeiten, teilen und wiederfinden. Das Schulwiki Köln ist solch ein Beispiel, das Lernende und Institutionen vernetzt. Wikis können aber auch in Unternehmen oder in Verwaltung die gemeinsame Arbeit erleichtern, indem man Wissen teilt und gemeinsam an Projekten arbeitet und den E-mail Verkehr eindämmt. Über diese Vernetzungsmöglichkeiten berichtete ich im zweiten Teil des Kurzvortrages.

Der Prozess „Lernen im digitalen Wandel – NRW4.0″ der Landesregierung NRW zeigt sehr gut, wie es möglich ist, On- und Offline Lernende, Lehrende und Akteure im Bildungsbereich zu vernetzten. Zunächst wurde in einem Online-Partizipationsverfahren in unterschiedlichen Themenforen diskutiert und Themen, Thesen und Sessions für einen sich daran anschließenden Kongress und mehrere flankierende Fachgespräche entwickelt. Der gesamte Prozess mündete dann in ein Leitbild, das als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit aller Akteuere im Bereich des Lernens im digitalen Wandel dienen kann und in diesen Tagen veröffentlicht wird.

Die anschließende Diskussion mit den Teilnehmern meines Workshops und die aufgeworfenen Fragen und Anregungen haben wir in einer Folie zusammengefasst:

 

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Die Ergebnisse aller insgesamt 9 Workshops wurden anschließend im Plenum als Pitch vorgestellt und diskutiert.

Ich finde, es hat sich gegenüber der Vorgängerveranstaltung in 2015 deutlich gezeigt, dass sich das Thema „Digitale Bildung“ in Deutschland weiter entwickelt hat. Es ist aber auch klar geworden, dass noch viele Initiativen, Fachtagungen, langer Atem und letztendlich auch Geld nötig sind, um hier gemeinsam als Gesellschaft voranzukommen. Dies wurde auch in den Schlussworten von Saskia Esken, die federführend mit ihrem Team für die beiden BiDiWe’s verantwortlich ist und Hubertus Heil, dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion noch einmal deutlich.

Wir hoffen, dass die BiDiWe – wie viele andere Veranstaltungen zum Thema „digitale Bildung“ (langsam beginne ich diesen komischen Begriff zu mögen) zur guten Tradition in Deutschland werden.

Apropos Tradition: Wie im letzten Jahr haben Bob Blume und ich auch in diesem Jahr ein paar Stimmen als Video eingefangen. Dieses mal hat Dejan Mihajlovic uns dabei unterstützt. Und wie im letzten Jahr habe ich dies im Zug auf der Heimreise zusammen geschnitten. Hier ist es:

Autor: André Spang

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