André Spang

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#VanMoof Electrified X #Smartbike, Lumos Smart Helmet & #Hövding Airbag im Test

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Wer mich kennt, weiß, dass ich ein „Early Adopter“ bin ;). Ich probiere gerne neueste technologische Entwicklungen aus – auch, wenn diese noch „beta“ sind und einige Bugs haben. So war es z.B. mit dem Bluetooth Haustürschloss „Danalock“, von dem ich mittlerweile die dritte Version besitze und nicht mehr missen möchte, denn ich kann es nun auch mit der Smartwatch öffnen. Schlüssel? Brauche ich nicht mehr. Allerdings: Über die Version V1 des Schlosses verliere ich hier lieber keine Worte mehr … Aber heute geht es hier auch um etwas ganz anderes:

Das VanMoof Electrified X Smartbike

Wer mich kennt, weiß auch, dass ich schon immer sehr gerne Fahrrad fahre – täglich, bei jedem Wetter, weite Strecken und schnell. Und irgendwie war das VanMoof Electrified S da wie für mich gemacht – dachte ich. Es ist ein Fahrrad – und – es ist ein Smartbike.

Whaaat? Ja: Smartbike! Es hat einen eingebauten Computer und eine (Vodafone) SIM-Karte. Seriously? Ja, genau, eine SIM-Karte. Es hat auch eine IMEI-Nummer, eine Bluetooth ID und eine MAC Adresse. Nur sehen tut man das alles nicht. Denn alles ist im Rahmen integriert, und der Motor am Vorderrad sieht aus, wie ein zu groß geratener Nabendynamo. Eigentlich perfekt. Nur die Größe des S – denn es gibt nur eine Rahmengröße, war mir zu groß.

Und da kommt das Electrified X ins Spiel, welches ich nun seit drei Wochen besitze. Die Ausstattung ist die Gleiche wie beim Model S. Der Rahmen und die Räder (24″) wesentlich kleiner und das passt so perfekt für mich. Das habe ich allerdings erst testen können, nachdem das Rad per UPS zu mir geliefert wurde. Denn es gibt die VanMoofs nur in einigen wenigen „Brand Stores“, z.B. in Amsterdam, der Heimat der VanMoofs, in Berlin, New York, Paris. Das war alles ein wenig weit weg und tatsächlich ist es das Konzept der Marke, die Räder online zu bestellen und zu konfigurieren und dann, nach Zustellung per UPS ausgiebig testen und – bei Nichtgefallen – zurück schicken zu können – natürlich vorausgesetzt, dass das Rad keine Beschädigungen hat. Das Rad kommt in einem großen Karton, auf dem ein Flatscreen TV aufgedruckt ist. Angeblich wird der Karton dann vorsichtiger transportiert. Gute Idee – und bei mir hat es funktioniert: Es kam ohne Beschädigungen an.

Ausgepackt und aufgebaut ist es schnell. Einfach den Lenker gerade stellen, die Höhe des Sattels einstellen und die Pedale anschrauben. Bei dieser kleinen Aktion sieht man schon gleich, wie diebstahlsicher das Bike ist. Alle Schrauben und begehrten Teile am Rad sind mit Spezialschrauben gesichert und die lassen sich nur mit dem entsprechenden Spezialwerkzeug, das dem Rad beiliegt, öffnen bzw. festdrehen.

Natürlich sind bei einem Smartbike auch ein Netzteil zum aufladen und, wie bereits erwähnt eine SIM-Karte mit dabei. Die SIM-Karte dient ebenfalls dem Diebstahlschutz: Bucht man mit dem Bike den sogenannten „Peace-of-mind“ Service mit, kann das Bike über die App und bei Diebstahl von VanMoof selbst geortet werden. Die „Bike-hunters“ finden das Bike dann und bringen es wieder zurück. Schaffen sie das innerhalb einer kurzen Zeitspanne nicht, dann bekommt man ein Ersatzbike, das dem Zustand des Rades entspricht, bevor es geklaut wurde. Dies wird wohl am Alter und am KM-Stand des Rades, der in der App zu sehen ist, festgemacht. Also: Nie wieder Angst vor Fahrraddieben. Coole Sache.

Bevor es nun aber losgehen kann, muss man sich erst mal registrieren und das Bike in der App anmelden. Dazu gilt es die IMEI-Nummer in der App nach Log-In zu hinterlegen. Diese muss man händisch und umständlich eintippen. Das entspricht nicht ganz der heutigen Zeit. Ein QR-Code oder Scanverfahren wäre hier dem coolen Rad angemessener. Bei mir zeigte sich gleich die Tücke der Technik, denn der Computer des Rades hatte sich direkt beim ersten Start „aufgehängt“. Nichts ging mehr. Also war ein Reset fällig. Dazu muss man ein Micro-USB Kabel in die vorhandene Buchse unter dem Steuerungsfeld des Rades am Rahmen einstecken und mit einer Stromversorgung, z.B. einem Powerpack verbinden. Nach ein paar Sekunden startet der Computer im Rad neu und alles ist auf go. Übrigens ist mir das in den drei Wochen, in denen ich das Bike besitze noch zweimal passiert. Also besser immer ein Powerpack und ein Micro-USB-Kabel dabei haben.

Aber wenn diese paar Schritte erledigt sind, dann kann es losgehen. Soviel vorweg: Die erste Fahrt, war ein Riesenspaß – und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die App ist selbsterklärend und man kann darin den Standort und den Ladezustand des Bikes sehen, die Motorunterstützung (von 1 – 4) einstellen, die Beleuchtung einstellen, Auto Wake up bei Annäherung an das Rad einstellen, den Touch unlock (über das Bedienfeld am Rad) aktivieren und das Speedlimit einstellen. Und natürlich sieht man auch die maximal gefahrenen Kilometer und kann, im Falle eines Diebstahls die „Bike Hunters“ auf ihre Suche schicken.

Bezüglich der 24″ Räder war ich erst etwas skeptisch, aber sie laufen sehr gut und flott und sind viel wendiger, als die heute üblichen, großen 28″ Räder. Ausserdem sieht das bullige Modell „Big Apple“ sehr gut aus, wie ich finde. Das ganze Fahrrad ist ein Hingucker. Es ist besonders. Zur Ausstattung gehören auch eine 2-Gang Automatikschaltung, die fest eingebaute Beleuchtung, im oberen Rahmenrohr integriert, ein massiver Fahrradständer, sehr stabile Schutzbleche vorne und hinten, eine voll ummantelte Kette, Scheibenbremsen vorne und hinten, die allerdings nicht per Hydraulik, sondern per Zug betätigt werden. Das hat den Vorteil, dass man sie selbst einfach einstellen kann, allerdings greifen sie vielleicht nicht ganz so stark wie die gebräuchlichen Hydraulikbremsen. Als Zubehör sind beim Electrified noch ein massives Kettenschloss und ein einfacher, vorne montierter Gepäckträger dabei. Dieser erweist sich als sehr praktisch. Kann man kleine Taschen, oder eine Jacke oder Mütze, etc. einfach mal eben schnell dort unter die dicken Gummibänder schieben und weiterfahren. Das im Lieferumfang enthaltene Schloss wird einfach in eine dafür vorgesehen Öffnung am Rahmen gesteckt und kann mit einer Schlaufe an einem Radständer etc. befestigt werden. Das Schloss ist dann im Rahmen fest verankert und kann nur per App über das Smartphone (oder die Apple Watch App, wenn das Smartphone dabei ist), per mitgelieferter Fernbedienung oder per Touch-Unlock bei in Bluetooth-Reichweite befindlichen Smartphone geöffnet werden. Das funktioniert alles tadellos. Ich hätte mir aber gewünscht, dass man das Bike auch mit der Apple Watch entsperren kann, wenn das iPhone zu Hause ist. Denn an den Badesee fahre ich gerne auch mal ohne Smartphone und nur mit der Uhr am Handgelenk. Und mit meiner Apple Watch Series 3 mit LTE Karte funktioniert das auch bei meinem Bluetoothtürschloss. Telefonieren und Nachrichten lesen und verschicken kann ich auch damit, ohne, dass das iPhone dabei ist. Warum aber nicht mein Smartbike entsperren? Da ist noch Handlungsbedarf, liebes Vanmoof-Team. Ehrlich gesagt, wäre es auch cool, wenn die SIM-Karte im Bike nicht nur zur Ortung dienen würde, sondern auch Internetconnectivität (z.B. wie bei Tesla Fahrzeugen) bieten würde. So könnte z.B. die Firmware des Bikes automatisch geupdated werden und man hätte auch aus der Ferne „Kontakt“ zu seinem Fahrrad. Aber laut VanMoof-Support, den ich übrigens nur empfehlen kann (sehr nett, kompetent und reaktionsschnell) kommen zusätzliche Features noch per Update zu einem späteren Zeitpunkt. Das ist der Vorteil einer Software 🙂

Und wir fährt es sich?

Ich mag das Rad sehr. Es fährt sich anders als alle Räder, die ich bisher besessen habe. Das liegt auch ein wenig am Gewicht und den Abmessungen, auch der Lenker, der eher „gemütlich“ ist war für mich gewöhnungsbedürftig. Denn ich bin eher gerade „Mountainbike-Lenker“ gewohnt. Aber nach ein paar Kilometern ist das alles vergessen. Das Handling ist, wie oben beschrieben sehr gut, der Motor ein Traum und die 2-Gang-Automatikschaltung schaltet genau, wann sie soll. Die Übersetzung passt auch gut. Vielleicht ein wenig schwer, wenn man nicht trainiert ist, aber meist fährt man ja mit Motorunterstüzung. Hier empfehle ich Stufe 1, wenn man wirklich selbst „arbeiten will“ und auf Training Wert legt. Diese Stufe hilft beim Anfahren und ist dann auch bei etwas über 10km/h wieder inaktiv und man muss selbst die Kraft aufbringen. Und wenn die Schaltung dann bei knapp über 15km/h umschaltet und man z.B. dann untertourig am Berg oder bei Gegenwind fährt, drückt man einfach kurz den „Boostknopf“ am Lenker links. Das ist eine Sensation, denn dann schaltet der Motor auf volle Leistung, vorausgesetzt man tritt auch kräftig in die Pedale. Dadurch kommt man gut mit dem in manchen Situationen schweren Gang zurecht. Natürlich kann man auch alle anderen Stufen (2-4) benutzen und der Motor unterstützt dann permanent je nach Trittstärke entsprechend stark. Bei 25 km/h ist jedoch dann Schluss, denn in Europa wird der Motor dann abgeriegelt. Fährt man schneller, muss man sich selbst anstrengen. In der App kann man natürlich auch angeben, dass man sich in den USA befindet. Dann unterstützt der Motor bis 30 km/h – rechtmäßig ist das aber nicht und im Falle eines Unfalls…

Ich fahre das Rad seit ich es besitze regelmäßig, auch weitere Strecken, oft morgens ohne Unterstützung, was bei dem Gewicht und dem leichten Lauf gut möglich ist und habe auch bei längeren Strecken und Ausflügen einen Hundeanhänger (inkl. Hund ca. 40 kg) am Rad. Das klappt alles sehr gut. Auch der Akku hält hervorragend. Bei leichter Unterstützung auf Stufe 1 ca. 120 km und bei voller Unterstützung ca. 60 km. Was ich mir noch wünschen würde, wäre dass der wundervolle Boostknopf auch bei ausgeschaltetem Motor funktionieren würde. Dann könnte man ihn einfach bei Bedarf nutzen und sonst selbst treten.

Hier noch zwei Tourberichte, die ich in den ersten Wochen gemacht habe:

Tour 1: Köln – Düsseldorf -Köln (ca. 92 km)

Die erste, lange Tour ging mit dem #VanMoof Electrified X über insgesamt 92km von Köln nach Düsseldorf und zurück nach Köln: Früh bei perfektem Radwetter zur Arbeit und Nachmittags dann wieder zurück. Während der Standzeit wurde der Akku nachgeladen, der auf dem Hinweg in 2h 5min für die 46 km knapp 50% seiner Kapazität bei einem Durchschnittstempo von 22km/h eingebüßt hatte. Am Ziel in Düsseldorf angekommen musste das Bike im Fahrradkeller an die Steckdose (auch ein kleiner Nachteil, denn der Akku lässt sich nicht einfach mitnehmen – dafür wird er aber auch nicht geklaut). Das Rad fährt sich sehr gut und trotz hohem Tempo und durchgehender Fahrt ohne Pause ist man durch die Motorunterstützung auch nach Hin-/Rückfahrt noch „frisch“. Die 2-Gang Automatikschaltung hat mich wirklich überrascht. Auch bei hohen Geschwindigkeiten zwischen 30 u. 35km/h „strampelt“ man nicht zu schnell und trotzdem ist es bei niedrigen Geschwindigkeiten im zweiten Gang und ohne Unterstützung auch machbar. Und die Schaltvorgänge sind schnell und smooth. Dann kann es am nächsten Tag gleich zur nächsten Tour losgehen, denn dann wird der Hundehänger samt 27kg Inhalt ( = Wilma, eine Labradorhündin) nach Siegburg gezogen. Das sind dann ca. 40 km. Ich werde berichten.
Funfact: Vor der Rückfahrt musste das Rad neu gestartet werden. Der Rechner hatte sich beim Auto Wake Up (wenn man sich dem Bike nähert, erkennt es das gepairte Smartphone und aktiviert sich) aufgehängt und das #Smartbike ließ sich mit der App nicht mehr entriegeln. Aber mit einer Powerbank, die ich meist ohnehin dabei habe und einem Micro-USB Kabel (aus dem Büro), das man an die Buchse unterhalb des Displays (siehe die beiden letzten Fotos) an der Unterseite des Rahmens anschließt, startet der Rechner sofort neu und alles geht wieder. Bis die Bikesoftware kein Update bekommen hat, momentan ist es noch Version 0.0.4 werde ich einen Akku und Micro USB Kabel bei längeren Strecken auf jeden Fall immer dabei haben.

Tour 2: Köln – Porz/Groov und zurück (ca. 50 km)

Nach der ersten langen Tour mit dem #Vanmoof Electrified X von Köln nach Düsseldorf und zurück ging es am nächsten Tag auf zur zweiten Tour. Die war zwar „nur“ 50 km am Rhein entlang über Porz und die Groov nach Lülsdorf und zurück und auch mit deutlich geringerer Geschwindigkeit, aber dafür mit Hundeanhänger und knapp 40 kg Nutzlast.
Das hat auch bestens geklappt, Mensch und Tier hatten großen Spaß und waren am Ziel zwar Müde, aber trotzdem noch fit (natürlich ist Wilma auch 12 km alleine gelaufen und vor allem war sie 4x im Rhein schwimmen;)).
Das Bike hatte heute nach 50 km noch 65 % Restladung im Akku.

 

Von mir also eine klare Empfehlung die VanMoofs mal zu testen. Mittlerweile gibt es auch interessante Leihangebote (leasing) unter VanMoof+

 

Lumos Smart Helmet

Wer Rad fährt sollte unbedingt auch einen Helm oder Kopfschutz tragen. Begonnen habe ich damit ehrlich gesagt erst nach einem Unfall. Und zwar nicht mit einem Helm, sondern mit dem Hövding – Airbag, den ich weiter unten beschreibe. Aber der Lumos „Smart Helmet“ passt eben gut zum VanMoof Smartbike. Deshalb schauen wir uns den mal zuerst an. Ich besitze den Helm seit ein paar Monaten. Ich wurde auf Twitter darauf aufmerksam – irgendwo las ich einen Tweet eines Tech-Magazins, das auf den Helm hinwies. Und dann habe ich ihn mir im Apple Store in Köln (ja: ein Fahrradhelm, den man in einem Apple Store kaufen kann) angesehen und auch gleich mitgenommen. Ich fand die Idee des Kickstarter-Projektes sehr gut, einen Helm zu bauen, der gut aussieht, sicher ist und eine integrierte LED-Beleuchtung vorne und hinten hat und außerdem per Apple Watch oder Bluetooth Schalter am Lenkrad betätigt werden kann.

Der Helm leuchtet Hell und blinkt entsprechend nach links oder rechts, wenn man den Taster am Lenkrad betätigt, oder mit der Apple Watch am Arm nach links oder rechts Handzeichen gibt. Ehrlich gesagt: Das mit der Watch ist noch Beta und klappt „gelegentlich“. Aber der Taster funktioniert wunderbar – und man kann auch mehrere mit dem Helm koppeln, wenn man z.B. zwei Räder hat und den Schalter fest am Lenker lassen will.

Der Taster hat zusätzlich einen eingebauten Bewegungssensor: Bremst man das Rad ab, dann leuchtet am Helm hinten eine sehr helle Bremsbeleuchtung auf. Sehr gut!

Ich fahre täglich die gleiche Strecke mit dem Rad zur Arbeit und kenne jede Ecke, an der einem Autofahrer leicht übersehen und die Vorfahrt nehmen. Seit ich den Helm habe, passiert das nicht mehr. Man wird ganz deutlich wahrgenommen. Toll!

Und der Helm sieht gut aus und trägt sich angenehm. Gerade im Sommer war mir das wesentlich angenehmer als der Hövding, der doch sehr warm am Hals ist.

Die Akkus im Helm sind allerdings etwas schwach. Nach einer guten Stunde Dauerleuchten am Helm sind sie leer. Will man also längere Touren ohne Nachladen machen, dann muss man die Beleuchtung auf Blinklicht stellen. Das hat auch den Vorteil, dass man noch besser wahrgenommen wird. Apropos aufladen: Leider hat der Helm keine Micro-USB oder USB Buchse, sondern einen eigenen Ladestecker. Ein echtes Minus!

Die App bietet verschiedene Einstellmöglichkeiten, kann die gefahrene Strecke tracken und mit den Healthdaten auf dem iPhone synchronisieren, spielt Firmware-Updates auf den Helm und zeigt den Ladezustand des Helmes und der Schalter.

 

Hövding Kopfairbag

Ja, genau: Ein Airbag für den Kopf. Wenn das mal nicht krass ist! Naja, eigentlich sieht er eher aus, wie ein Schal – und im Winter funktioniert er auch als Schal. Im Sommer ist er allerdings etwas warm – zumindest, wenn man ihn so wie ich, eng gekauft hat. Tipp: Eher etwas weiter nehmen, denn der Hövding sitzt dann trotzdem fest genug und rutscht nicht über den Kopf.

Der Hövding ersetzt den Fahrradhelm und ist sogar wesentlich sicherer. Er wird einfach um den Hals gelegt, mit einem Reissverschluss verschlossen und durch einen Druckknopf aktiviert, wenn man auf dem Fahrrad sitzt und bevor man losfährt. Im Falle eines Sturzes löst er im Bruchteil einer Sekunde aus und ein Airbag umgibt den ganzen Kopf und Nacken. Das funktioniert auf der Basis eines Algorithmus, der wohl die für einen Sturz typische Beschleunigung misst und dann den Airbag über eine im Schal befindliche Gaspatrone aufpumpt. Bei normaler und auch sportlicher Fahrweise, auch über Bordsteinkanten etc. löst der Hövding nicht aus. Das habe ich in vielen schnell gefahrenen Kilometern getestet. Einmal bin ich auf einer leicht vereisten Strecke auch ausgerutscht und das Rad kam in gehörige Schräglage, bevor ich es mit dem Bein fangen konnte, ohne zu stürzen. Den Hövding lies das unbeeindruckt. Ich habe allerdings von einem Kollegen gehört, dass er bei einem wirklichen Sturz sofort ausgelöst hatte. Danach ist er – wie jeder Airbag – nicht mehr zu gebrauchen und muss eingeschickt werden.

Auch der Hövding muss von Zeit zu Zeit aufgeladen werden. Das funktioniert allerdings mit einem normalen Micro-USB Kabel und die Ladung hat bei mir eine ganze Woche gehalten, bei täglich ca. zwei Stunden Fahrzeit.

Gemessen an einem Helm ist der Hövding auch sehr viel kleiner und leichter zu transportieren, wenn man ihn gerade nicht „am Hals“ hat. Von mir eine klare Empfehlung – allerdings nicht ganz billig.

 

Autor: André Spang

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