OnTour: Fachgespräch eGovernment Monitor 2017 #eGovMon

Heute, am 27.10.17 war ich als Teilnehmer beim Fachgespräch eGovernment Monitor im Bundesministerium des Innern, Berlin.

Auf der Website der Initiative D21 steht zur Veranstaltung: „Der eGovernment MONITOR 2017 ist eine Studie der Initiative D21 und fortiss. Er liefert ein umfassendes Lagebild zur Nutzung und Akzeptanz digitaler Verwaltungsangebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz.“

Ein paar Ergebnisse der Studie, die als Folien gezeigt wurden habe ich in diesem Tweet festgehalten:

 

Spannend zu sehen, dass auch im Hinblick eGov Bildung und vor allem Medienkompetenz ein wichtiger Gelingensfaktor ist, damit es mit der Bereitstellung von entsprechenden Angeboten, aber auch mit der Akzeptanz und Nutzung dieser Angebote bei den Bürgern klappt. Und, damit Deutsche in Zukunft nicht weiterhin „lieber aufs Amt als an den Rechner“ gehen, wie ein Beitrag der Tagesschau betitelt war.

Und hier sind tatsächlich alle gefordert: Auf der einen Seite die Verwaltung, die keine Bremse im System, z.B. durch Medienbrüche und nutzerunfreundliche Angebote sein darf, auf der anderen Seite aber eben auch die Bürger. Denn diese stehen, gerade in Deutschland digitalen Verwaltungsangeboten eher skeptisch gegenüber. Hier geht es vor allem um die Weitergabe von persönlichen Daten, wie Geburtsdatum oder Adresse. Ein Großteil der Bürger möchte z.B. nicht, dass einmal eingegebene Daten dann in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen mehrfach genutzt werden („Once-Only-Prinzip“). Gerade diese Mehrfachnutzung ist aber ein entscheidender Vorteil und würde Tempo in die Sache bringen und die Nutzung vereinfachen.

Eigentlich widersprüchlich, denn von der Nutzung unterschiedlicher Services im Netz kennt man das doch schon und kann sich z.B. in verschiedenen Apps und Plattformen einfach mit einem bereits bestehenden Social-Mediaaccount und dem zugehörigen Passwort registrieren, ohne jedesmal erneut E-Mailadresse, Nutzername, Passwort etc. neu zu generieren.

Staatssekretär Vitt vom BMI hat die Ergebnisse der Studie und die sich daraus ergebenden Handlungsbedarfe knapp auf den Punkt gebracht: Nicht diskutieren sondern einfach umsetzen. #justDoIt

Tatsächlich gibt es eine Stagnation, wenn nicht sogar ein Rückgang in Sachen eGov-Nutzung in Deutschland. Das liegt an nicht vorhandenen Angeboten, nicht optimierten Webseiten, die von Suchmaschinen nicht gefunden werden, Hardwareproblemen – um nur einige Ursachen zu nennen.

Interessant fand ich auch, dass unterschiedliche Altersgruppen andere Wege nutzen, um Informationen zu finden – direkte Wege, im Sinne von „ich gehe auf die Seite und schaue da nach“ und indirekte Wege, also über Google-Suche.

Und, wie bei allen Changeprozessen ist die Angst vor Veränderung ein Faktor der das Gelingen hindert. Stattdessen werden Fragen zum Mehrwert diskutiert und Nachteile und Probleme aufgezeigt.

Auch im Abschlusspanel wurde klar: Die Handlungsbedarfe und Hinderungsgründe sind erkannt. Jetzt soll umgesetzt werden.

Die Initiative D21, die die gesamte Veranstaltung ausgerichtet hat, hat die Gretchenfrage zum Stand des eGov in Deutschland getwittert:

Na dann: Mal sehen was der eGov2018 bringt 😉

OnTour: Fachgespräch eGovernment Monitor 2017 #eGovMon

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