Handyverbot an Schulen – was (t)nun? #ban_on_mobiles

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Das Thema des #EDchatDE Nr. 79, des „Twitterchat für Lehrende und Bildungsmenschen“ am 19.5.15 ist laut Wunsch der EDchatDE-Community „Handyverbot an Schulen – was (t)nun?!“

Ein spannendes Thema, was zur Zeit brandaktuell ist und an vielen Schulen diskutiert bzw. auch verhängt wird.

Im Vorbereitungspost zum #EDchatDE Nr. 79 findet man neben den Fragen, die im Chat gestellt werden und die man hier einsehen kann, auch ein paar Literaturhinweise:

  1. Das Thema ist auch ein rechtliches Thema. Hier also ein FAQ zu Rechtsfragen.

  2. Ein Artikel aus der SZ über Schule ohne Handyverbot.

  3. Ein paar Klassiker der „Meinungsbildung“ aus dem SPON.

Some Articles in English:

  1. Some Arguments pro and con.

  2. Example of failed media education – if there was such a.

Ich bin gespannt, welche Erkenntnisse der Chat bringen wird. In der Öffentlichkeit, aber auch an Schulen und in Elternhäusern werden die Diskussionen recht kontrovers und vor allem aufgeregt geführt. Wie so oft, wenn sich technologische Neuerungen derart vehement verbreiten und die Gesellschaft massiv und nachhaltig zu verändern drohenscheinen, fehlen bei der Diskussion dann sachliche Argumente, vor allem aber oft langfristige Erfahrungen.

Beispiele gibt es viele, die den Untergang der Kultur verursacht haben sollen, z.B. die Eisenbahn oder der Buchdruck. Aber: Wir sind immer noch hier 😉

Dass das „Handy“ (gerade der Begriff „Handy“ zeigt schon, wie weit bei der Diskussion Thema und Wirklichkeit auseinander liegen) heute zur Grundausstattung der Jugendlichen gehört zeigen uns viele Studien, wie z.B. die JIM-Studie 2014. Dass Jugendliche entgegen der weitläufigen Befürchtung sich trotz „Handybesitz“ und vielfältigem Gebrauch dessen, aber immer noch im wirklichen Leben treffen, zusammen „face to face“ reden und Dinge unternehmen, Sport treiben etc. – auch dies können wir diesen Studien entnehmen. Das Handy oder besser Smartphone ist für die Jungendlichen der Generation Z eben ein Gerät zur Kommunikation, zur Organisation ihres Lebens, eine Spielkonsole, ein Musik- oder Videoplayer und vieles mehr, aber eben auch nicht mehr.

Wie man diesen kleinen „Supercomputer“ aber kreativ und produktiv nutzen kann, das wissen die Jugendlichen leider genau so wenig, wie sie sich in Fragen eines wirklich verantwortungsvollen Umgangs mit Daten, Bildern, etc. auskennen. Aber: Wie auch? Niemand bringt es ihnen bei. In der Schule, in der Lernende neben der viel zitierten Allgemeinbildung auch Dinge lernen müssen, die mit der derzeitigen (digitalen) Gesellschaft in der sie heute leben zusammen hängen – und dazu gehört heute die sichere Nutzung digitaler Technologien und Geräte.

Ein Verbot hilft da eben nicht wirklich weiter und im Hinblick der kommenden, sogenannten „Wearables“, also Smarte Uhren, Fitness Tracker und was noch alles kommen wird, sind wir mit Verboten irgendwann am Ende angekommen. Dann gilt es sich, der Entwicklung zu stellen und gemeinsam zu einem selbstbestimmten und reflektierten Umgang zu kommen.

Natürlich werden solche Smartwatches nun auch bald, wie jetzt schon an der Uni Bern, bei Prüfungen verboten sein. Aber was, wenn die Brillen, die Ohrstecker, die Kontaktlinsen und die T-Shirts kommen? Müssen dann Prüfungsformate und Aufgaben geändert werden, oder treffen wir uns dann zur Prüfung auf der Weltraumstation Alpha, ohne Netz und doppelten Boden? 😉

Wir werden sehen… 😉

Handyverbot an Schulen – was (t)nun? #ban_on_mobiles

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