DYI: Sharepics for Twitterquotes

 

 

 

In diesem Post findest Du:

  1. Eine kurze Anleitung, wie man schnell und einfach kleine PICs oder Poster zum Teilen auf Twitter erstellen kann.
  2. Eine Sammlung aller Poster und Bilder, die ich bis jetzt erstellt habe. Viel Spaß beim Lesen (und teilen)!

 

Wie erstellt man einfache SharePICs?

Du möchtest ein Zitat oder ein kurzes Statement auf Twitter (oder in anderen sozialen Netzwerken) besser sichtbar machen?

Sag es mit einem „Bild“!

Und wie geht das?

Zuerst brauchst Du einen guten Inhalt, denn auf den Content kommt es bekanntlich an. Das kann ein Zitat sein, welches Dir gut gefällt (aber bitte auch richtig zitieren), oder eben eine Aussage, Weisheit, ein Statement von Dir selbst.

 

Und dann?

Ich erstelle meine Sharepics meist „on the go“ – genau gesagt, meist in der Bahn und dann eben auf dem Smartphone. Dazu nutze ich einfach eine App, mit der man Präsentationen erstellen kann (auf dem iPhone ist hier Keynote mein Favorit). Aber es geht natürlich auch mit Powerpoint oder Google Présentations, um einige zu nennen. Haiku Deck kann ich auch empfehlen. Aber da will ich euch keine Grenzen setzen, gerne aber dazu auffordern, eure Tipps unten ins Kommentarfeld zu posten. Mir persönlich kommt es darauf an, dass es simpel und schnell geht – „quick an dirty“. Auf dem iPhone mag ich auch die App „Phoster“, mit der man, wie der Name schon vermuten lässt, einfach und schnell schöne Poster erstellen kann. Die Bilder, die mit Phoster erstellt sind, erkennt ihr am Hochformat. Die Keynotebilder sind alle im Querformat.

Mit der App „Phoster“ erstellt.

Wenn Du passende Bilder zu Deinem Spruch, Zitat usw. suchst, dann wirst Du schnell auf pixabay.com fündig. Diese Bilder sind unter freien Lizenzen, in der Regel meist „public domain“, also ohne Angabe der Quelle nutzbar. Das ist wichtig, denn Du willst das fertige Poster oder Bild ja dann auch teilen.

Mit der Präsentationsapp Keynote, erstelle ich meist auf der Basis einer schlichten Vorlage mit Textelementen eine Folie. Wenn es passt und ich schnell fündig werde, kommt noch ein Bild oder Emoticon dazu. Davon mache ich dann einen Screenshot und schneide diesen dann in der Fotoapp noch etwas zurecht. Fertig. Das Bild kann dann auf Twitter geteilt werden. Die Emoticons füge ich oft auch erst später mit Twitter selbst in das Bild ein, denn die Twitterapp bietet ja diese Funktion, Bilder nachträglich zu bemalen oder Sticker „draufzukleben“.

Meine persönliche Sammlung der letzten Monate

Alle Share-Pics, die in letzter Zeit  entstanden sind, habe ich hier für euch gesammelt. Viel Spaß beim Teilen und natürlich beim Selbermachen!

 

 

 

 

 

 

 

 

DYI: Sharepics for Twitterquotes

#edtechTipps: Songwriting auf dem iPad mit GarageBand

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Crosspost von excitingEDU.de

Seit dem Schuljahr 2014/15 besucht die Schülerin Lena Wilbertz meinen Musikunterricht, damals in der Q1. Nun ist Lena kurz davor ihr Abitur abzulegen. Sie ist mir sofort als sehr musikalische und musikbegeisterte Schülerin aufgefallen.

Lena, die auch selbst Songs schreibt und singt, war in meinem Unterricht gleich angetan von den Möglichkeiten mit dem iPad und der App GarageBand selbst Musik zu produzieren, aufzunehmen und zu teilen. In der Q1 (Qualifikationsphase 1 = Klasse 11) setzte ich die App oft im Unterricht zusammen mit den Schülern ein, um sie z.B. Filme vertonen zu lassen oder, um Bearbeitungen zu erstellen, oder eben, um mit Schülern selbst Musik zu produzieren.

Lena erkannte die Möglichkeit, mit dieser Technologie eine weitere Ebene zu ihrem akustischen Gitarrenspiel und Gesang hinzu zu fügen und ihre Songs einfach und komfortabel arrangieren zu können.

In einigen Projekten perfektionierte sie ihr Können und qualifizierte sich so rasch am Projekt KAS.juniorEXPERTs teilzunehmen und selbst Workshops zugeben.

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#edtechTipps: Songwriting auf dem iPad mit GarageBand

Nutze das Netz – aber sicher! – Videoprojekte zum Thema Cybermobbing

Videoproduktion auf dem Tablet

Tablets, aber auch Smartphones eignen sich sehr gut dazu, Videos im Unterricht zu produzieren. Sie bieten alles an „On Board Ausstattung“, was man zur Produktion eines gelungenen Videos benötigt:

  • eine gute bis sehr gute Kamera
  • entsprechende Prozessorleistung zum Schneiden von Videos
  • integrierter Speicherplatz
  • ein integriertes Mikrofon, was vor allem bei Sprachverständlichkeit punktet
  • einen großen Bildschirm, um die Aufnahmen zu bearbeiten und zu schneiden

Zusätzlich gibt es viele Apps, die man zum Erstellen von Videos gut nutzen kann. Auf dem iPad ist iMovie die klare Empfehlung. Diese App ist einfach zu bedienen, man kann direkt damit aufnehmen, Filme nach synchronisieren, Soundeffekte oder kurze Musikclips aus der iMovie Bibliothek zur Filmspur hinzufügen, oder selbst z.B. mit der App Garage Band erstellte Musik in iMovie exportieren und dann dort weiter bearbeiten.

Dazu gibt es eine Fülle von Übergängen, Texteingabe, Effekten und anderen Möglichkeiten der weiteren Bearbeitung der einzelnen Videoclips und Bilder.

Die fertigen Videos können dann aus der App heraus als Video gesichert und per Mail oder Cloud exportiert werden. Man kann, ein entsprechendes YouTube Konto vorausgesetzt, das Video aber auch direkt aus der App heraus auf YouTube veröffentlichen und per Link teilen oder einbinden.

In der Praxis: Videoprojekte zum Wettbewerb „My digital World“

 

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Nutze das Netz – aber sicher! – Videoprojekte zum Thema Cybermobbing

Google Apps im Unterricht

Persönlich nutze ich die Google-Apps, die mit Google Drive kostenlos angeboten werden sehr gerne. Sie eigenen sich hervorragend zur Kollaboration, aber auch zur Organisation meines täglichen Workflows.

Google Apps
Google Apps

Texte schreibe ich, wenn ich nicht gerade Pages nutze, meistens mit Google Docs. Dann habe ich den Text auf allen Devices und im Web sofort zur Verfügung und kann auch mit anderen zusammen an Textdokumenten arbeiten.

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Die Ansicht im Texteditor ist dabei ähnlich der anderen bekannten Textprogramme aufgebaut und hat alle Funktionen, die man für das Formatieren von Texten benötigt.

Ansicht des "Textprogrammes" in Google Apps
Ansicht des „Textprogrammes“ in Google Apps

Über die Freigabeeinstellungen hat man die Möglichkeit, Texte für andere nur lesbar oder zur redaktionellen Bearbeitung zur Verfügung zu stellen.

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Google Apps im Unterricht

Die mobile „Office-sive“: Microsoft Apps für das iPad

Es gibt sie schon länger: Die bekannten und oft als sogenannte „Standard Software“ betitelten Microsoft Office Anwendungen Word, Excel und Power Point für iOS. Allerdings erforderten diese, im Download zunächst kostenlosen Apps zur Nutzung einen kostenpflichtigen Office 365 Account, damit man Dokumente nicht nur anzeigen, sondern auch bearbeiten kann.

Seit kurzem ist dies nun nicht mehr der Fall. Man kann die drei Apps kostenlos im Appstore laden und dann auch zur Erstellung von Dokumenten nutzen und diese dann mit anderen z.B. per Mail teilen und auch auf anderen Devices und Rechnern weiter bearbeiten oder ansehen.

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Die mobile „Office-sive“: Microsoft Apps für das iPad

QR Codes im Unterricht

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Nach einem Tweet von mir  zum Hashtag #QRcodes, entspann sich auf Twitter eine kleine Diskussion zum Thema QR-Codes im Unterricht. Dies hat mich dazu bewegt, diesen Kurzbeitrag zum Thema zu schreiben, um das nützliche Tool für den Unterrichtseinsatz zu empfehlen.

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QR Codes hat jeder schon gesehen. Man kann sie überall finden und mit einem Smartphone und entsprechender, meist kostenloser App scannen und dann z.B. zu einer Webseite gelangen, Informationen zu einem Event abrufen oder einen Termin oder Adresse automatisch in den Kalender oder das Adressbuch seines Smartphones übertragen lassen.

QR Codes kann man auch ganz einfach selbst erstellen. Dazu gibt es im Netz verschiedene Plattformen z.B. hier oder auch hier, die dies kostenlos möglich machen. Die entsprechenden Daten, der Link zur Webseite, etc. werden einfach in ein Eingabefeld auf der Webseite des QR Code Generators eingetragen und zu einem QR-Bild umgewandelt, das man downloaden und ausdrucken kann.

QRcode-Monkey
QRcode-Monkey

Im Unterricht habe ich dies schon öfter genutzt, meistens um von Schülern erstellte Wiki- oder Blogseiten, aber auch Online-Plakate (z.B. mit Smore erstellt und publiziert) durch einen QR Code einfach abrufbar zu machen. Dies erleichtert es die Seiten im Netz wieder aufzufinden, ohne, dass man sich einen kryptischen Link merken muss. Die Lernenden sollten dabei nach Fertigstellung ihres Projektes selbst einen QR Code dazu erstellen und mir dann die Bilddatei und Projektname und Link zu ihrer Seite per mail senden. Dies lässt sich auch alles auf dem iPad über den Browser erledigen, ohne, dass man dazu ein QR-App installieren muss. Die Codes habe ich dann in einem Textdokument auf eine ausdruckbare DIN A4 Seite gebracht und mehrfach ausgedruckt, auseinander geschnitten und wieder an die Schüler verteilt. Die sind dann mit ihren Codes im Schulgebäude aber auch im umliegenden Stadtviertel (wenn es Oberstufenschüler waren) ausgeschwärmt und haben die Codes mit Prittstift und Tesaband bewaffnet „in die Welt“ gebracht.

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Die Blog- und Wikiseiten und Smore-Plakate erfreuten sich dann, zur Freude der Schüler steigender Zugriffszahlen.

Weitere Ideen zu QR Codes findest du hier:

QR Codes im Unterricht

Gamifizierung von Unterricht #gamification

Gamification im Unterricht? Was bedeutet das? Elemente, die man von Spielen her kennt in den Unterricht und den Lernprozess integrieren – kann das funktionieren? Bei der Gamifizierung von Unterricht werden spieltypische Elemente, also Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, Badges und verschiedene Spieldesigns für den Lernprozess verwendet. Die in vorangegangenen Blogposts bereits erwähnten „LearningApps“ eignen sich hervorragend dazu. Im Prinzip benötigt man kein zusätzliches Unterrichtsmaterial mehr. Die Lernenden erstellen selbst die entsprechenden Apps oder nutzen bereits vorhandene Apps. Auf einer Blog- oder Wikiseite kann man alle Apps zum jeweiligen Thema sammeln oder in ein E-Book exportieren. Die Motivation und Lernkurve der Lernenden bei Gamification ist sehr hoch. Foto 5Eine andere Möglichkeit, die ich gerade erprobe ist der Einsatz der Spiele-App „Minecraft“. Zum Projekt „Klimawandel“ erstellt mein Kurs 9 mit Minecraft virtuelle Welten, die dann nach einer Klimakatastrophe überschwemmt werden. Die Screenshots und kleinen Videosequenzen aus Minecraft dienen dann als Vorlage für ein Storyboard zu einem Dokumentarfilm zum Thema. Dabei wird eine Protagonist verschiedenen Aspekte im Zusammenhang zum Klimawandel kennen lernen und durch, von Klimakatastrophen bedrohte Welten reisen. https://vine.co/v/MiM7i1YMddV Flankiert wird das Bauprojekt durch einen Blog zum Thema vegetarische Lebensweise und Tierschutz, einen YouTube Reihe mit Interviews und Anmiationsfilmen und einer Sammlung selbst erstellter LearningApps.   Ein anderer Kurs 6 bildet „Ausstellungen“ und Gebäudekomplexe zu Unterrichtsthemen in virtuellen Räumen ab. Das Thema Kirchenbau drängt sich in einem solchen Kontext geradezu auf. Aber auch andere Themen können so handlungsorientiert angegangen werden. Die Kollaboration und die Gruppendynamik in einem solchen Spiel sind sehr hoch. Die Schüler entwickeln eigene Ideen und müssen Lösungen finden, diese gemeinsam umzusetzen. https://vine.co/v/MiYlnVM6xhI Im Spiel selbst eignet sich für die Umsetzung in der Klasse der „Creative Mode“. In diesem Spielmodus geht es lediglich um das gemeinsame Erstellen von Welten und Gebäuden. Der „Survival Mode“ ist eher nicht zu empfehlen. Dort geht es kämpferisch zu, was nicht erwünscht ist. image 2imageAuf den Tablets gibt es eine Einschränkung bezüglich der „Bevölkerung“ einer Welt. In einer Welt können insgesamt nur 5 Minecrafter zusammen arbeiten. Dazu wird auch einem iPad eine neue, leere Welt generiert. Weitere 4 iPads, die sich im gleichen W-Lan befinden können dann die Welt „joinen“. Am Ende der Stunde wird die Welt in ihrem derzeitigen Zustand auf dem iPad, auf dem sie erstellt wurde, gespeichert. In der nächsten Stunde ist die Welt dann sofort wieder verfügbar. In einer Lerngruppe mit z.B. 30 Schülern muss man diese auf mehrere Welten aufteilen, die dann lokal auf den entsprechenden iPads gespeichert werden. Damit die Welten von anderen Lerngruppen in einem 1:n Projekt wie dem unseren nicht verändert werden können, haben wir den Server, also das Mobilgerät, das die Welt bereit stellt auf schülereigene Devices ausgelagert. Dieses Device muss natürlich ebenfalls über die Minecraft-App, was bei allen Devices der Fall war und sich im gleichen Wlan befinden.   Eine andere Form von gamification sind die LEGO mindstorms die ein Kollege im Fach Informatik einsetzt. https://vine.co/v/M6JMLWMK02U Ein Klassensatz “Lego Mind Storms” bringt “Robotics” in die Schule. Mit diesen programmierbaren Lego Robotern können die Lernenden handlungsorientiert informatische Grundlagen erfahren und werden bestimmt großen Spaß am “Lernen” haben. Natürlich lassen sich die Robots mit entsprechender App auch per iPad steuern. https://vine.co/v/MvQtTUKhKQY Weitere Infos zum Thema gamification findet man unter folgenden Links:

Gamifizierung von Unterricht #gamification

Happy Birthday: 3 Jahre #ipadKAS

Heute, am 1. Februar 2014 wird das Projekt iPad-KAS „Mobiles Lernen an der Kaiserin-Augusta-Schule“ 3 Jahre alt 😉

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Die spannendste Frage zu erst: Hat es sich bewährt?

Ja!

Viele tausend Einsatzstunden – mittlerweile habe ich aufgehört diese aus den doodle-Tabellen des Reservierungssystems zu addieren – sind zusammen gekommen, die Nachfrage durch die Kolleginnen und Kollegen und die Motivation unter Schülern ist ungebrochen. Ausfälle oder sonstige Probleme bei der Nutzung sind zu vernachlässigen: 1 Glasbruch bei 60 Devices und mehreren tausend Einsatzstunden = Peanuts; keine Diebstähle oder Vandalismus durch Schüler = verantwortlicher Umgang. Detaillierte und anonymisierte Umfragen gab es bereits, z.B. hier (nach 6 Monaten) oder hier (nach 1,5 Jahren).

Was haben wir damit gemacht?

Langsam anfangen…

Ehrlich gesagt, fand ich es sehr erhellend, mir den Blogeintrag zum Start des Projektes aus dem Jahr 2011 durch zu lesen. Dort ist noch eine klare Übertragung von „traditionellen“ (papiergebundenen) Arbeitsmethoden in die digitale Welt zu erkennen. „Aufgaben“ wurden per Mail an die Lernenden geschickt, freie bzw. selbst bestimmte Arbeitsformen oder Kollaboration war da noch nicht zu erkennen:

1. Sichere die angehängte Datei in iBooks 2. Beantworte die Fragen und schreibe deine Antworten in der App Pages auf. Recherchiere ggfs. im Internet. Maile deine Arbeitsergebnisse aus Pages an mich zurück und zwar an folgende Adresse: macbookkas2@xxxxxxx   Sende die Datei dabei im PDF-Format aus Pages ab. Wenn du nicht fertig geworden bist, maile dir die Datei als Worddokument an deine eigene Mailadresse zur häuslichen Weiterarbeit. 3. Höre das angehängte MP3 an und beschreibe den Charakter der Musik. Lege die Schwerpunkte auf klangliche Entwicklung, Tempoänderungen und Tonalität. Nutze für deine Stichpunkte/Mindmap das App Popplet und maile das Ergebnis als PDF an mich zurück….“

Klar, wurden auch schon Apps genutzt, aber davon gab es auch noch nicht wirklich viele im App-Store. Videoschnitt, App-Produktion, 3D, Google+, Instagram, Tumblr, Coding mit Hopscotch? Fehlanzeige! Auch das zur Standardausstattung gehörende „Garage Band“ war damals noch nicht verfügbar.

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Kollaboration als Ausgangspunkt

Vernetzende Arbeit per Wiki und Blog gab es aber schon, wie man hier und hier lesen kann und wie vor allem auch der Beitrag vom Februar 2013 (also zum 2-jährigen Jubiläum) „am Anfang war das Blog….“ deutlich macht. Die Arbeit mit solchen PLEs (Personal Learning Environments) stellt die eigentliche, kollaborative und selbst bestimmte Arbeitsweise dar, die mit ständig verfügbarem Internet und mobilen Geräten erst wirklich und problemlos möglich wird. Die Arbeit mit Wikis wurde sukzessive ausgebaut, machte viele, spannende Projekte möglich und gipfelte im Launch des offenen „SchulWiki Köln“ für alle 300 Kölner Schulen durch das Amt für Schulentwicklung.

… und dann?

Die Anzahl der Kollegen, die die iPads mit ihren Lernenden nutzten stieg kontinuierlich an. Nach einer anfänglichen „Beobachtungsphase“ zum Projektstart trauten sich immer mehr auf „unsicheres Gebiet“ 😉 Heute ist es so, dass die Tablets nur noch nach Schulschluss „in den Stall“, sprich an die Ladestationen kommen und während des Schultages immer im Einsatz sind. Die Anzahl der verfügbaren Apps im Zusammenspiel mit der Leistung der Geräte (die 2. Tranche, die wir bekommen haben sind iPads der 4. Generation) ermöglicht es nun problemlos Musik, Filme, Präsentationen zu erstellen und vieles zu realisieren, was zu Beginn des Projektes manchen Laptop vor unlösbare Aufgaben stellte und unsere Phantasie überforderte – dabei sind erst 3 Jahre vergangen.

fertiges iBook auf dem iPad
fertiges iBook auf dem iPad

Ein großes Highlight war auch die Möglichkeit, lokal auf den Devices eBooks mit entsprechenden Apps zu erstellen und zu teilen. Dies ist eine willkommene Projektaufgabe bei Lernenden und Lehrenden. Auch professionelle Präsentationen mit Bildern, Videos, Links und Transitions, die  – wie mir gestern begeistert eine Kollegin berichtete – „in der Doppelstunde Bio von Arbeitsteams direkt mit Keynote erstellt und am Ende der Doppelstunde auch noch schnurlos per AppleTV und Beamer von den Schülern präsentiert wurden“, wären, wie sie weiter sagte „so im PC-Raum in der Kürze der Zeit nicht zu realisieren gewesen – eine tolle, motivierende Stunde“. Recherche und Materialsuche kann dabei direkt online auf den Tablets ausgeführt werden.

Auch im mündlichen Abitur in Musik kamen die iPads bereits zwei mal zum Einsatz. Hier ging es um „Musikproduktion mit dem iPad“ – ebenso wie in einem Projektkurs, den ich vor 1,5 Jahren angeboten hatte.

Weitere „Highlights“ waren z.B. das erste, gemeinsam erstellte iBook im Fach Religion und dessen Publikation im Apple Bookstore, eine enge Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek der Stadt Köln, in deren „Makerspace“ KAS Schüler die Möglichkeiten der Musikproduktion mit dem iPad interessierten Bürgern der Stadt Köln in selbst durchgeführten Workshops nahe brachten.

Lehrwerke

Leider warten wir immer noch – wie auch viele andere Tabletprojekte/klassen in Deutschland auf die breite Verfügbarkeit der funktionierenden digitalen-schulbücher, aber: Gut Ding will bekanntlich Weile haben 😉 Immerhin entwickelt sich ja im Bereich der #OER (also Open Educational Resources) Einiges und vielleicht wird dies – wie bereits in einigen anderen Ländern – irgendwann zu einer Alternative oder Ergänzung der „Schulbücher“. Besser in das digitale Zeitalter passen die OER auf jeden Fall, denn man kann sie „remixen“ und „teilen“.

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Was machen wir heute?

Einer wirklichen Veränderung der Lernkultur stehen immer noch Prüfungen und Vorgaben entgegen. Man sollte sich aber  – gerade in einem Land wie Deutschland – fragen, ob es in einer digitalen Gesellschaft nicht anderer Kompetenzen bedarf, die durch bestehende Lehrpläne und Prüfungen nicht ausreichend gefördert werden. Die sogenannten „4 C’s (Collaboration, Communication, Creativity, Critical Thinking) der Kompetenzen des 21. Jahrhunderts“ finden meines Erachtens noch zu wenig Beachtung.  BYOD: Vielleicht gilt es auch, bestehende Hausordnungen zu überdenken und vorhandene, in Schülerbesitz befindliche Geräte sinnvoll und vor allem konstruktiv in das Unterrichtsgeschehen einzubinden.

Erfreulich ist es, dass unser Projekt der „Bildungslandschaft Köln“ wie es scheint, ein Vorbild war, denn mittlerweile haben sich hier 14 weitere Schulen aller Schulformen auf den Weg gemacht und nutzen Tablets im Unterricht! Gemessen an ca. 300 Schulen natürlich ein Tropfen auf den Stein, aber dessen stetes Tropfen höhlt bekanntlich… 😉

Wir sind nach 3 Jahren stets dabei, Neues zu probieren und Interesse und Motivation der Lernenden zu wecken und sie bei der Nutzung von Medien kompetent und kritisch zu machen.

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Im Rahmen des bald, am 11.2. statt findenden „Safer Internet Day 2014“ unter dem Motto „Let’s create a better internet together“, zu dem wir in diesem Jahr wie auch in den vergangenen Jahren wieder eine Aktion beisteuern, wird der Musik Grundkurs eine Live Sendung produzieren. Dies wickeln wir über das Tool „Google Hangout OnAir“ ab, mit dem der Kurs bereits seit den Sommerferien eine wöchentliche, weltweite Livesendung zu unterschiedlichen Themen der Musik selbst produziert.

Die Kollegen in Physik und Informatik/Dif haben ebenfalls spannendes im Repertoire:

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Ein Klassensatz „Lego Mind Storms“ bringt „Robotics“ in die Schule. Mit diesen programmierbaren Lego Robotern können die Lernenden handlungsorientiert informatische Grundlagen erfahren und werden bestimmt großen Spaß am „Lernen“ haben. Natürlich lassen sich die Robots mit entsprechender App auch per iPad steuern.

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Ebenfalls neu im Programm sind „Pasport Airlink“ Systeme, mit denen sich Messungen jeglicher Art, vor allem in Physik durchführen lassen: Geschwindigkeiten, Schwingungen, Temperatur uvm. Das iPad stellt die Messergebnisse graphisch dar und hilft bei der Auswertung.

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Es bleibt also weiter spannend, es wird getwittert, gebloggt und gecoded, aber vor allem – gelernt.

Happy Birthday, alle iPads an Board und aufgeladen für das 4. Jahr 😉

A. Spang

Happy Birthday: 3 Jahre #ipadKAS

Ein mobiles Jahr 2014

Willkommen zurück und auf ein neues, mobiles Jahr 2014!

Zu Beginn eines neuen Jahres macht man sich gute Vorsätze.
Diese Tradition möchte ich auch für #ipadKAS adaptieren. Denn was ist schon ein Projekt ohne klares Ziel ;)?
Welche Ziele – oder nennen wir es „Arbeitsfelder“ können dies sein?
Chris Lehmann: Schooltech should be like oxygen
#BYOD: Bring Your Own Device (Nutzung eigener, bereits im Besitz der Lernenden befindlicher Geräte) – dies wird viel diskutiert, z.b. hier . Es wäre durchaus eine spannende Sache, gemischte Systemlandschaften zu testen, d.h. innerhalb einer Lerngruppe nur zum Teil auf iPads der Schule zu setzen und auf der anderen Seite auch im Besitz der Schüler befindliche Geräte (Smartphones, Laptops, Tablets) einzubinden. Ein erforderliches W-Lan wird ja durch die in den iPad-Transportkoffern befindlichen, mobilen Wlanstationen bereitgestellt. Hinzu kommt, dass es an meiner Schule nun auch eine „inhouse“ Wlanversorgung mit einem sogenannten „Aerohive-System“ gibt, deren Nutzung allerdings erst noch diskutiert werden muss. Verbietet die Hausordnung der KAS – wie Hausordnungen vieler anderer Schulen auch – die Handynutzung ausserhalb des Unterrichts, so „entscheidet die jeweilige Lehrperson über die Handy-/Smartphonenutzung als Arbeitsmittel im Unterricht.“
Vor allem soll es natürlich darum gehen, die Lernenden (und Lehrenden) in der konstruktiven Nutzung ihrer Devices und des Internets anzuleiten, wie es z.B. auch Kollege Torsten Larbig in seinem „Rant‘ für digitale Bildung“ darstellt und fordert. Die Herausforderung besteht immer weniger in der Verfügbarkeit digitaler „Kulturzugangsgeräte“, denn in ihrer Nutzung zur Kollaboration, Produktion und Erweiterung bereits bestehender Lernkonzepte. Wie soll dies aber gelingen, wenn Lernende und Lehrende das Netz nur als Rechercheplattform (Wikipedia oder „Gelbe Seiten „) oder Ort zum Chatten und Gamen betrachten und bei Bezeichnungen wie Etherpad, Blog, Googledrive oder OER ein großes Fragezeichen im Gesicht haben. —> Arbeitsfeld 1
#Fortbildung: Um die Kolleginnen und Kollegen weiter zu unterstützen und ihnen Mut zum Einsatz digitaler Technologien zur Kollaboration und zur Förderung des selbstbestimmten Lernens zu machen, möchte ich ab sofort eine Art „offene Sprechstunde“ anbieten. Dies soll unter dem Titel „Tech-Support“ laufen. Am liebsten ist es mir, wenn die Kollegen mit konkreten Fragen und Anliegen kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass man über generelle Einsatzmöglichkeiten von Smartphones im Unterricht (jenseits von Recherche) als Werkzeug spricht. Ideen gibt es viele: Schreiben auf einem Etherpad, eine WhatsApp Gruppe für Englischvokabeln, Twitterhashtags über IFTTT sammeln, kleine Wikiseiten beschreiben, Audiointerviews aufzeichnen, Apps ausprobieren oder einfach nur, die korrekte Verkabelung des Beamers schaffen. —> Arbeitsfeld 2
#Video/Googleplus-Hangout: In der Erstellung von Videocontent sehe ich eine große Chance, Lernszenarien zu verändern. #flippedclassroom ist hier ein Schlagwort: Lehrervorträge werden als Video aufgezeichnet und vorbereitend bereitgestellt. In der Stunde kann dann an Fragestellungen gearbeitet und geübt werden. Es steht mehr Zeit zur Verfügung. Davon abgesehen, finden sich im Netz für fast alle Fragen entsprechende Videotutorials und natürlich auch Expertenvorträge. Wie finde ich den „richtigen“ und auch qualitätsgesicherten Content ist hier die große Frage. Viel spannender finde ich es, mit den Lernenden selbst solche Tutorials zu erstellen. Kurzvideos (z.B. mit Vine oder Instagram) sind gar nicht so leicht zu erstellen, denn die wesentlichen Inhalte werden hier in einen extrem kurzen Zeitraum gepresst (7 bzw. 16 Sekunden). Es lebe die didaktische Reduktion 😉 Noch spannender ist es, per Google+ gleich eine Live-Sendung im Netz zu produzieren und anschliessend auf YouTube zu archivieren. Dadurch werden Unterrichtsräume wirklich transparent. Das hat natürlich viele Haken und Ösen – leichter gebloggt als getan. Solche Google-Hangouts werden aber zur Zeit geradezu inflationär in „MOOCS“ (Massive Open Online Courses) genutzt, um Dozenten und Partizipierende live in einem Videochat zusammen zu bringen. Eine tolle Möglichkeit, vernetzt und weltweit zusammen zu lernen. Einen solchen MOOCiS (also einen Massive Open Online Course in School) zu starten, schwebt mir schon lange vor. Mal sehen, ob es dieses Jahr klappt?! —> Arbeitsfeld 3
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#Apps: Das vergangene Jahr war eher weniger an der Nutzung von Apps ausgerichtet. Klar werden auf iPads Apps eingesetzt. Arbeitsschwerpunkt war aber vornehmlich das Netz, Wikis, Twitter und Blogs. —> Arbeitsfeld 4: Dieses Jahr möchte ich im Sinne von „Back to basics“ wieder den Focus auf Apps legen. Auch im Rahmen der #Fortbildung schliesst sich hier der Kreis. Und Apps sind „greifbarer“ und nicht so abstrakt wie Wikiseiten etc. Da kann man direkt was mit anfangen. Heute zum Beispiel war es ein großer Spaß für die Lernenden meiner Klasse 6 mit Keynote in Religion Kurzpräsentationen zum Themenfeld „evangelisch – katholisch“ zu erstellen. Ausgangspunkt war natürlich eine selbst erstellte Wikiseite 😉 wobei wir auch gleich beim nächsten und letzten Arbeitsfeld wären…
#OER – Open: Ein Thema, das mich schon länger umtreibt. Im letzten Jahr  – meine persönlichen Highlights: Das OERkoeln13 und die Publikation eines von Lernenden erstellten „eBooks“ im Bookstore und auf einem Blog. Hier will ich mit meinen Lernenden dran bleiben und auch mehr Kolleginnen und Kollegen mitnehmen. Aus zuverlässigen Quellen hörte man, dass es ein OERkolen14 geben könnte 😉 Wir werden sehen. Und auch die Werkstatt.bpb die im letzten Jahr einen grandiosen Auftakt mit OED (Open Educational Development) gemacht hat, wird bestimmt am Ball bleiben. Die ZUM.de (Zentrale für Unterrichtsmedien) mit ihren Wikis und dem Angebot auf iTunesU und – für mich als Religionslehrer sehr interessant – die Angebote von RPI-Virtuell möchte ich weiter nutzen und unterstützen, denn „sharing is caring“! Dazu passt auch der wöchentliche #EDchatDE, den ich zusammen mit dem, bereits oben erwähnten Kollegen Larbig nun schon zum 17. Mal moderieren und, der wachsenden Zuspruch unter Lehrerinnen und Lehrern findet.  —> Arbeitsfeld 5.
tl;dr: (Kurzfassung)
#BYOD wird ein immer wichtigeres Thema werden, daran müssen „wir“ arbeiten, es braucht: W-Lan, Konzepte und Mut zum Change. Kolleginnen und Kollegen müssen fortgebildet werden, sich fortbilden wollen und dazu brauchen sie Zeit, nicht immer neue Aufgaben. #Videos, Videochats, #MOOCs und natürlich auch #Apps (Web-Apps und OS-Apps) sind die Lernwerkzeuge und Plattformen des 21. Jahrhunderts. #OER – freie und offene Bildungsmaterialien für Alle und ein Lizenzrecht für das 21. Jahrhundert, damit weltweites und lebenslanges Lernen möglich wird – hier gilt es weiter zu machen und voran zu denken!
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Ein gutes und produktives 2014!
A. Spang
Ein mobiles Jahr 2014

Das war 2013: 35 Monate #iPadKAS, #lrn21 Review

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Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs!

Ein weiteres Kalenderjahr im Projekt nähert sich dem Ende – im Februar 2014 sind es dann auch wirklich ganze 3 Jahre „iPadKAS“!
Viel war los im #Neuland und im #RL (RealLive) in diesem zur Neige gehenden Jahr!

Was denn so?

Ein paar Schlagworte (Neudeutsch: Hashtags): #HourOfCode #drosselkom #snowden #groKo #schlandkette #merkelphone #tabletoffensive #breitbandoffensive #PISA #surface #iPadAir #JIMstudie2013 #google+ #nsa #aufschrei #kompetenzen #mooc #edchatDE #datenautobahn #neinquarterly #facebook #twitter #ebook #ibook #OER #123D #makerspace #schulwiki #reformsymposium #didacta #neuland #mandela #blogs #OERkoeln13 Reihenfolge: Beliebig!

#tags2013 cc-by-sa3.0 @tastenspieler
#tags2013
cc-by-sa3.0 @tastenspieler

Alles beim alten?

Bildung und Schule scheinen davon in Deutschland nicht besonders berührt zu sein. Es #läuft wie gehabt. Andernorts. Vielerorts. Meistens. #oderso

Status Quo-KAS

Unser Projekt hat sich bewährt und ist im Kollegium akzeptiert. Viele Kolleginnen und Kollegen nutzen die iPads mit ihren Lernenden, oft zur Recherche, aber auch Videos, Texte, eBooks und Interviews werden damit erstellt, Wikiseiten beschrieben, Blogs gefüllt, getwittert, geYouTubed. Wir gehen mit unseren mittlerweile 60 iPads 1-4G, 2MacBookPro und 6 mobilen Rollkoffern mit W-Lans nun dem Ende des dritten Jahres des mobilen Lernens entgegen. Ein paar Zahlen auch an dieser Stelle: Die iPads sind jetzt mehr als 4000 Stunden im Einsatz, mehr als 50 Kollegen setzen diese mehr oder weniger häufig im Unterricht ein, ich nutze sie fast ausschließlich, verzichte gänzlich auf Papier (#papierfrei) und Buch (#print). Technische Ausfälle sind selten und so wenig spektakulär wie fehlende Kreide. Das Projekt iPadKAS steht immer noch stark im allgemeinen Interesse: Schulen, Kollegen, Kongressveranstalter, Schulverlage, Ministerium, TV und Medien klopfen regelmässig an, besuchen Unterrichtsstunden und wundern sich über selbstständige und medienkompetente Arbeitsweise der Lernenden im Umgang mit Device, App, Cloud und vor allem Lernstoff. Erfreulicher Weise gibt es bundesweit mittlerweile sehr viele Bildungseinrichtungen (über 200), die im Bereich des mobilen Lernens unterwegs sind, teils in vergleichbaren 1:n Ausstattungen (mit in der Schule verbleibenden Devices) oft aber auch mit 1:1 Ausstattungen ganzer Klassen und Jahrgänge. Die Geräte sind dabei von Herstellern unterschiedlicher Plattformen, meist iOS und Android. In Köln sind nun mehr als 10 Schulen aller Schulformen mit iPads an den Start gegangen. Es scheint sich etwas zu tun im Lande, wenn wir auch im internationalen Vergleich im Bereich des Lernens mit digitalen Medien weit abgeschlagen sind. Deutsche Gründlichkeit vor #forwardthinking ?

W-Lan: Free your Wifi?

Seit ein paar Wochen gibt es sogar ein Wlan für die ganze Schule, welches nun zunächst von den KollegInnen genutzt wird. Ob man im Sinne eines #BYOD-Modells (Bring Your Own Device) das W-Lan dann auch für Schülerinnen und Schüler bereitstellt und diese sich mit ihren eigenen, bereits im Besitz befindlichen Geräten damit verbinden, bleibt noch zu diskutieren – ist m.E. aber sehr zu begrüßen und wird andernorts schon so praktiziert. Für #iPadKAS bedeutet ein solches W-lan, dass sich die Schüler mit den Tablets noch freier im Haus und auch in der unmittelbaren Umgebung (auf dem Schulhof bzw. vor dem Gebäude) bewegen könnten und dabei immer mit dem Netz verbunden wären. Wir werden sehen…

free Wifi: Domplatte Köln
free Wifi LogIn Maske auf Smartphone: Domplatte Köln

Erfreulicherweise beginnt die Stadt Köln damit, öffentliche Plätze in Köln (beginnend mit dem Domplatz) mit freiem W-Lan auszustatten. Diese W-Lan-Offensive im Rahmen der Internetstadt soll sukzessive ausgebaut werden. Eine tolle Angelegenheit für Köln: Freies W-Lan für freie Bürger.

Vielleicht wird dies ja auch irgendwann Wirklichkeit an deutschen Schulen? Die Realität sieht jedoch noch ganz anders aus. Aber immerhin gibt es jetzt einen „Internetminister“ der sich um schnelles Internet und die Datenautobahn kümmern wird. Auf die Ampeln sind wir schon gespannt 😉 Angesichts der atemberaubenden Entwicklungen im Bereich des mobilen Internets erscheint das als sehr sinnvoll, wie uns zumindest das kleine Filmchen klar machen will:

Die JIM-Studie 2013

Gerade vor 2 Wochen ist die aktuelle JIM-Studie 2013 erschienen, sie darf hier nicht unerwähnt bleiben, bietet die Studie doch wichtige Einblicke in das Mediennutzungsverhalten der Jugendlichen. Beispielsweise zeigt sie, dass die Nutzung des mobilen Internets bei Jugendlichen mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Mit dieser Aussage decken sich auch Äußerungen meiner eigenen Schüler, die z.B. schon in Klasse 5 zu 3/4 einer Klasse mit eigenen Smartphones versorgt sind und „dafür schon eine Flatrate für Internet, SMS und Telefonie haben“, wie mir ein Schüler vor ein paar Tagen bestätigte. Diese Smartphones sind leistungsfähige Computer, die durch einen Internetzugang Informationen zu jeder Zeit zur Verfügung stellen und darüber hinaus Apps und die Möglichkeit zur Kommunikation und Kollaboration bereit stellen – unabhängig von Zeit, Ort und Entfernung. Bildungseinrichtungen finden in der Regel aber nur eine Antwort auf diese Mediennutzung: Das Verbot der Nutzung der Devices. Interessant finde ich auch, dass das TV immer mehr in den Hintergrund des jugendlichen Interesses tritt oder – wie man so schön sagt – zum „Second Screen“ wird, d.h. neben den TV-Bildschirm tritt der parallel genutzte Screen des Smartphones, Tablets oder Laptops. YouTube hat die Beliebtheit weiter ausgebaut – es ist nicht „das TV des Internet“ sondern zu einer regelrechten Community geworden, auf der nicht nur lustige Katzenvideos geschaut, sondern auch vieles „gelernt“ und Informationen geteilt werden. Auch „professionelle“ Bildungsanbieter sind dort mit ihren Lernvideos vertreten, v.a. stammen diese noch aus den USA. The „Textgeneration“: Allen Unkenrufen zum Trotz schreiben die Jugendlichen mehr denn je – allerdings per WhatsApp oder FaceBook Messenger, denn diese beiden sind die wichtigsten Apps auf dem jugendlichen Smartdevice. Wer mehr lesen will: Eine gute Auswertung und Übersicht der JIM13 findet man bei @gibro.

Review – was ist dieses Jahr passiert?

Das #iPadKAS-Jahr 2013 im Schnelldurchlauf:

  • Der Januar stand ganz im Zeichen der WIKInger, d.h. es wurde viel mit der offenen Lernplattform, dem KAS-Wiki und dem SchulWiki-Köln gearbeitet. Ein sehr gutes Beispiel einer solchen, gemeinschaftlichen Erstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer Wikiseite und auch ein Beweis dafür, welche Kraft in der Kollaboration vieler Individuen steckt, lieferte unlängst ein Gemeinschaftsprojekt der Klassen 8 und der jetzigen 9er (die bereits in der 8 damit begonnen hatten) im Fach Physik. Es handelt sich um die Wikiseite „Licht und die Linsengleichung“ die eine Sammlung an Experimenten, Formeln, Erklärvideos, Versuchsbeschreibungen und Quizzes enthält und dieses Thema sehr gut nahebringt – besser vielleicht als manches Unterrichtsbuch 😉 Die Seite zeigt, dass es funktioniert, dass Schüler/Innen für andere Schüler/Innen Hefteinträge und Materialien zum laufenden Unterricht erstellen, um sich stoffliche Inhalte gegenseitig zu erklären und diese Inhalte dadurch selbst besser zu lernen (Lernen durch Lehren, selbstbestimmtes Lernen, Partizipation).
  • Im Februar, just am 2. Geburtstag unseres Projekts verdoppelte sich die Zahl unserer iPads von 30 auf 60. Ausserdem wurde in diesem Monat besonders viel gebloggt, „Back to the Roots“ sozusagen: „Am Anfang war das Blog“ – so könnte man sagen, denn die Notwendigkeit ein Projekt mit mobilen Endgeräten in die Schule zu bringen ergab sich nicht zuletzt aus dem verstärkten Arbeiten mit zahlreichen Weblogs und Wiki. Mit dieser Art der kollaborativen Arbeit im Netz des Web2.0 haben wir an der Kaiserin Augusta Schule Ende des Jahres 2009 verstärkt begonnen. Um den Lernenden einen medienkompetenten Umgang mit dem Netz, verschiedenen Anwendungen und auch mobiles Arbeiten im Unterricht zu ermöglichen, kamen die Tablets und in unserem Fall das iPad mit seinem Erscheinen im Jahr 2010 gerade richtig.“

Relirookies

  • Im März lag der Schwerpunkt der Arbeit auf der Erstellung von eBooks und iBooks. Diese „Books“ werden von den Lernenden der KAS auf den iPads mit dem Creative Book Builder (CBB) komplett erstellt oder zunächst vorproduziert und dann mit der kostenlosen, aber nur für Mac verfügbaren Software “ iBooks Author“ fertiggestellt.
  • Im April, rechtzeitig zum „Welttag des Buchs“ erschien das erste, komplett durch die Lernenden der KAS produzierte iBook „Eucharistie“ zunächst als kostenloser und unter CreativeCommons-Lizenz stehender Download über den Weblog iSchulbuch.wordpress.com . Das gesamte Buch wurde durch die Religionsgruppen Katholische Religion der Stufen 8 und 9 in kollaborativer Arbeit über das Wiki der Schule zunächst vorproduziert und dann mit iBooks-Author als iBook finalisiert.

eucharistie

  • Im „wunderschönen Monat Mai“ – fand das mündliche Abitur in Musik, wie bereits im Jahr 2011 unter dem Einsatz des iPads statt. Die Prüflinge produzierten Songs mit der App GarageBand. Weitere Infos gibt es hier.
  • Der Juni stand ganz im Zeichen von OER, also freien Bildungsmaterialien. Es gab einen massiv-offenen-Onlinekurs den (COER13) dazu und auch eine Veranstaltung der Werkstatt.bpb in Berlin zum Thema OED (OpenEducationalDevelopment) und die Ankündigung des ersten Barcamps zu OER in Köln, dem OERkoeln13.
  • Im Juli war es dann endlich soweit und das erste von Schüler der KAS erstellte ibook der KAS stand ab sofort weltweit zum kostenlosen Download im Apple Bookstore bereit. Außerdem gab es im Juli noch eine schulinterne Fortbildung für die KAS-kollegen zum Thema mobiles Lernen mit iPad, App und Cloud. Dann war erst mal Sommerpause 🙂
  • Im September standen Fortbildungen ebenfalls auf der Tagesordnung und zwar Fortbildungen in und um offene Formate. Zunächst war der September der Startmonat des ersten, deutschen „Twitterchats“ für Lehrende, dem sogenannten #EDchatDE.

    EdchatDE

    Dieser findet seit dem immer Dienstags um 20-21 Uhr auf Twitter statt. Weitere Infos erhältst Du im #EdchatDE-WikiAußerdem fand ebenfalls im September das bereits erwähnt erste Barcamp Kölns zum Thema OER – Open Educational Resources statt, das OERkoeln13!

  • Der Oktober war „international“ 😉 In der Zeit von Freitag, 11.10. bis Sonntag, 13.10. fand die weltweit größte, offene Onlinekonferenz im Bereich Bildung, die sogenannte „Reform Symposium Online Conference“ oder kurz RSCON4 statt. Die Zahl „4“ steht dabei für die vierte Konferenz dieser Art in Folge. Die Konferenz steht im Zeichen des „Connected Educator Month„, der im Monat Oktober ebenfalls stattfindet. Beide Veranstaltungen wollen Lehrende weltweit über das Netz und Soziale Netzwerke wie Twitter vernetzen, damit alle voneinander lernen und partizipieren können. Es lohnt sich auf den entsprechenden Plattformen vorbei zu schauen oder auf Twitter unter den Hashtags #RSCON4 , #CEM bzw. #CE13 zu lesen. Über 10000 Lehrende aus mehr als 100 Ländern der Erde sind hier „connected“. Im Rahmen des #RSCON4 gibt es Keynotes, Panel Discussions und mehr als 100 – Online Sessions. Als einziges deutsches Beispiel erhielt ich die Möglichkeit, das iPad-Projekt der KAS als Online-Session während der Conference zu präsentieren. Cool!
  • Im November stand Video im Mittelpunkt. Wir produzierten mit der App „Vine“ kurze „Lernvideos“ die per Twitter bereit gestellt wurden. Außerdem ging die erste KAS-Live-TV Sendung per Google-Hangout OnAir auf Sendung, die seit November wöchentlich von meinem Musikkurs 11 produziert und immer um 9.30 Uhr live aus dem Musikraum per google+ übertragen wird.

KAS Musik TV OnAir

  • Im Dezember gab es neben einem durch die Klasse 5 getwitterten Adventskalender  auch noch einen durch die Klassen 6cd erstellten Adventskalender im Web und die „Hour Of Code„, bei der es darum ging, dass Lernende aller Altersstufen und Schulformen eine Stunde in der Woche ein kleines bisschen Programcode erstellen sollen. Eine tolle Aktion, die ihren Ursprung in den USA fand und die den Schülern viel Motivation und Freude machte.. Viel los also im Dezember und das Schönste natürlich nicht zu vergessen: Weihnachten 😉
  • Fehlt nur noch die Blogstatistik und die ist… beeindruckend: Danke für ihr/euer Interesse an diesem Weblog!
Zugriffe weltweit im Jahr 2013
Zugriffe weltweit im Jahr 2013

Die meisten Zugriffe kamen auch 2013 wieder aus Deutschland (über 35000), weltweit fand unser Blog jedoch Beachtung und insgesamt lagen die Zugriffe in diesem Jahr bei 41000!

Zugriffe pro Jahr seit 2011
Zugriffe pro Jahr seit 2011

2012 war „das goldene Jahr mit über 60000 Zugriffen, aber das Interesse ist ungebrochen.

Zugriffe insgesamt: 153000
Zugriffe 2011-2013, insgesamt: 153000

Horizon(t) und Ziele

Es stellt sich mir die Frage ob Bildung, Schule, Ausbildung lediglich „digitalisiert“ wird, oder ob sich Lernen im digitalen Zeitalter wirklich grundlegend verändern wird. Im Moment scheint in dieser Frage noch alles offen zu sein. Einem digitalen Wandel bei Medien und Bildung steht aber dringend auch eine Veränderung des Grundverständnisses von Lernen und Schule zur Seite. Ein einfaches „Übertragen“ bekannter Methoden und Lernszenarien nach „Digitalien“ bringt da wenig.

Und es ist an der Zeit, denn das Wesen von Schule hat sich seit dem vorletzten Jahrhundert im Kern nicht verändert. Ein ständig angewachsener Kanon von Inhalten wird vorgegeben. Der „Lehrer“ lehrt und man nutzt Bücher und Papier. Ziel ist es die „Prüfung“ möglichst gut zu meistern, einen guten Abschluss zu machen, der „Lernfortschritt“ wird eng kontrolliert. Die Schüler lernen durch Zuhören, Lesen, Wiederholen und Üben. Der vorgegebene Lernstoff wird didaktisch aufbereitet und weitgehend sozial isoliert eingeübt. Transparenz, Teilen, Medienkompetenz und Binnendifferenzierung sind da eher die Ausnahme und in einem solch durchgestylten System von Lehrenden und Lernenden nicht wirklich zu leisten. Alle, vor allem auch die Lernenden müssen lernen, was vernetztes, selbstgesteuertes Lernen bedeutet und welche Verantwortung aber auch Chancen es bietet:

Seit einiger Zeit gerät das tradierte System jedoch ins Wanken, PISA, kompetenzorientierte Lehrpläne und viele „Best-Practice“-Beispiele sind ein Anfang und zeigen, dass „Shift“ möglich ist und „Shift happens“.

Das „Social Web“ oder „Web2.0“ und die fortschreitende, digitale Vernetzung unserer Lebenswelt beinhaltet enorme Potentiale und Herausforderungen für das „Lifelong-Learning“ und  stellt neue Lernräume bereit. Der jährlich erscheinende „Horizon Report“ des New Media Consortium (NMC) beispielsweise sagt weitere, rapide Veränderungen und Einfluss moderner Bildungstechnologien auf Lehre, Lernen und Forschung in einem Zeitfenster von 1-5 Jahren voraus. Im ersten Zeitfenster von einem Jahr spricht der Report von einer breiten Akzeptanz/Einsatz mobiler Devices („Kulturzugangsgeräte“) in Lernszenarien. „In der Lehre haben Tablets an Dynamik gewonnen, weil man Apps und Inhalte direkt auf die Geräte laden kann. So wird das Tablet selbst zur tragbaren, personalisierten Lernumgebung.“ Die sogenannten MOOCs (der Begriff wurde erstmals von George Siemens und Stephen Downes 2008 geprägt) sind vor allem in USA zum „Trend“ im Bildungsbereich geworden und setzen sich auch in Deutschland langsam durch. Im Jahr 2013 gab es z.B. den #MMC13, einen MoocMakerCourse, also eine Art „Metamooc“, den COER13, einen massiven offenen Onlinekurs zu OER und den Openreli 2013, einen ersten deutschen MOOC zum gemeinsamen, kompetenzorientierten Lernen mit dem Schwerpunkt Schule und Unterricht im Fach Religion, um nur einige exemplarisch zu nennen. Das zweite angegebene Zeitfenster (2-3 Jahre) handelt von der Analyse und Optimierung von Lernprozessen (Learning Analytics) auf der Basis von Big Data und vom sogenannten #GamebasedLearning oder der #gamification. Im letzten Zeitfenster (4-5 Jahre) spricht der Horizon 2013 von einer Revolution im Bereich tragbarer, internetfähiger Technologie („Wearable Technology“ – wie z.B. Brillen, Armbänder, Schmuck, etc.) und dem 3D-printing (Stichwort „MakerBot“) und 3D-Scanning, das angeblich die nächste industrielle Revolution sein könnte: „Everyone is a maker.“ Sportlich!

Es wird weiter spannend bleiben und wir freuen uns auf 2014!

Frohe Weihnachten und alles Gute für das Neue Jahr wünscht…

#iPadKAS, André Spang, Köln.

Das war 2013: 35 Monate #iPadKAS, #lrn21 Review