André Spang

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Was ist ein guter Lehrer?

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„Ein Lehrender lernt #lebenslang. In einer sich durch die Digitalisierung rasch verändernden Gesellschaft #vernetzt er sich mit anderen Lehrenden, #teilt Ressourcen und Ideen und begleitet Lernende auf ihrem Weg des selbstgesteuerten Lernens. Darüber hinaus ist ihm bewusst, dass jeder Lernprozess mit einem #Feedback beginnt und der Schlüssel des Lernens die soziale Interaktion (#relationships) zwischen Lehrenden und Lernenden auf Augenhöhe ist.“

Beim 1. Deutschen Lehrerforum trafen sich engagierte, ezellente Lehrinnen und Lehrer:

Am 18. und 19.9. 2015 fand das 1. Deutsche Lehrerforum statt. Zusammen mit anderen Lehrenden hatte ich die Chance im Steuerungsteam zu sein und das Forum unter der Trägerschaft der Stiftung Bildung und Erziehung, des Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, BuddY EV, Vodafone- ,Telekom- , Mercator- , Wübben- , Cornelsen-  und Heraeus-Stiftung und Teachfirst Deutschland mit zu planen. Das #dlforum15 sollte engagierte, excellente Lehrerinnen und Lehrer deutschlandweit verbinden. Ich denke, dass dies gelungen ist, wie man auch im Video zum Forum sehr gut sehen kann.

Im Vorfeld der didacta 2016 wurden nun einige Mitglieder und Lehrer dieses Steuerungsteams zur Frage „Was ist ein guter Lehrer“ vom didacta Magazin interviewt. Das Magazin erscheint zur diesjährigen Didacta in Köln „Bildung ist Zukunft“. Meine Antworten ungekürzt und in voller Länge gibt es vorab schon hier zu lesen:

1. Was macht einen guten Lehrer aus?

Ein Lehrender lernt #lebenslang. In einer sich durch die Digitalisierung rasch verändernden Gesellschaft #vernetzt er sich mit anderen Lehrenden, #teilt Ressourcen und Ideen und begleitet Lernende auf ihrem Weg des selbstgesteuerten Lernens.

Die „21st Century Skills“ #Kreativität, #Kollaboration, #Kommunikation und #kritischesDenken stehen im Zentrum seines Handels als Lehrender.

Darüber hinaus ist ihm bewusst, dass jeder Lernprozess mit einem #Feedback beginnt und der Schlüssel des Lernens die soziale Interaktion (#relationships) zwischen Lehrenden und Lernenden auf Augenhöhe ist. Dabei ist der fachliche Anspruch der Motor ein Angebot für individuelle Lernwege und Lösungsansätze zu schaffen und Lernende in das Design von Lernprozessen mit einzubeziehen.

Um die Herausforderungen des Lehrberufs zu meistern, nutze ich persönliche Lernnetzwerke (#PLN) und bin stets bereit neue Wege zu gehen und Fehler zu reflektieren und aus ihnen zu lernen, um mich weiter zu entwickeln.

2. Was ist Ihr Rezept für ein gesundes und glückliches Lehrerdasein?

Mein Beruf erfüllt mich – der Umgang mit jungen Menschen gibt mir Inspiration und treibt mich an. Diese Zutaten gewürzt mit Familie, gesunder Ernährung, Sport, Musik und dem Vorsatz nicht alles zu ernst zu nehmen – et voilà: Das Rezept ist perfekt, bekömmlich und schmeckt sehr gut 😉

3. Was brauchen Sie, um als Lehrer motiviert arbeiten zu können?

Wer mich kennt weiß, dass ich mobile, digitale Technologie schon seit langer Zeit in meinen Unterricht integriere. Als Musiker ist für mich der kreative Umgang mit dem Lernstoff zentral – hier versuche ich zusammen mit meinen Schülern neue Ideen zu entwickeln. #gamification – das heißt die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremdem Kontext treibt mich zur Zeit um. Dafür benötige ich die notwendige Technologie, Internet und was dazu gehört. Als „mobiler Lerner“ bin ich always on – mobiles Internet ist für mich ein selbstverständliches Arbeitsmittel, das mir weltweite Vernetzung mit anderen Lehrenden ermöglicht. #connectED

Zentral ist aber ein respektvoller, offener und konstruktiver Umgang mit Lernenden, Kollegen, Schulleitung – face to face!

4. Wo sehen Sie aktuell die größte Herausforderung in Ihrem Beruf?

Ich denke, dass die Schule, wie wir sie kennen im Moment an einem „Tipping Point“ steht. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche entwickelt sich exponentiell fort, die „Generation Y“ nutzt Technologie zwar selbstverständlich und in ständig zunehmendem Maße. In Bezug auf einen kompetenten, sicheren und konstruktiven Umgang werden die Kinder und Jugendlichen aber alleine gelassen. Schule in Deutschland leistet hier noch keinen wirklich großen Beitrag. Hier gibt es viel zu tun, aber auch gute Möglichkeiten, um individuelle Förderung und auch Inklusion durch Medien zu unterstützen.

5. Was macht Ihnen in Ihrem Beruf besonders Spaß?

Der Beruf ist stets abwechslungsreich und herausfordernd. Das mag ich. Der Umgang mit jungen Menschen hält geistig jung.

6. Was würden Sie am Schulsystem ändern, wenn Sie könnten?

Unser Schulsystem ist ja kein Schlechtes – auch, wenn das viele herbei reden wollen. Es bedarf aber an vielen Stellen einer Aktualisierung. Ich denke, das Kooperationsverbot und auch der Bildungsföderalismus passen nicht mehr zu einer vernetzten Gesellschaft.

Und die Prüfungsformen und die Akkreditierung von Kompetenzen und Leistungen im Hinblick der Digitalisierung und der ständigen Verfügbarkeit von Informationen müssen dringend überdacht werden. Ich denke hier z.B. an alternative Prüfungsformen, die Verzahnung von formaler und nonformaler Bildung und Badges an Stelle von Zeugnissen.

7. Wie hat sich Ihr Bild vom „guten Lehrer/guten Lehrerin“ beim Austausch mit Kollegen auf dem Deutschen Lehrerforum verändert?

Mich hat die sehr positive Stimmung der vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen noch lange danach motiviert. Ich habe viele Ideen im Hinblick auf individuelle Förderung, Schulentwicklung und Projektarbeit mitgenommen.

Ich denke, das Lehrerforum ist ein großartiges Angebot und muss unbedingt fortgeführt werden. Dafür biete ich sehr gerne mein Know How und meine Unterstützung an und freue mich schon auf das #DLforum16

Quelle: Magazin didacta 1/2016, S. 6-11, www.didacta-magazin.de

Autor: André Spang

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